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Fit & Gesund sein als Senior

Wegen der demografische Entwicklung beanspruchen zunehmed mehr Senioren die Dienstleitungen der Apotheken, um möglichst lange fit und gesund zu bleiben. Arzneimittel und altersgerechtes Verhalten helfen den Alterungsprozess hinauszuzögern und Altersbeschwerden zu lindern.

Biologischer Alterungsprozess

Die Funktion von Organen lassen im Laufe des Lebens nach. Die Muskelmasse nimmt ab und das Fettgewebe zu. Dies hat Einfluss auf die Verteilung von Arzneistoffen. Der Wirkungseintritt kann verzögert und die Wirkdauer verlängert sein. In der Dauertherapie muss mit einer erhöhten Kumulationsgefahr gerechnet werden.

Schwerpunkt Selbstmedikation

Bei Befindlichkeitsstörungen, die beim Alterungsprozess auftreten können, führt der erste Weg der Patienten of in die Apotheke. Wir prüfen, ob das geschilderte Symptom überhaupt für die Selbstmedikation geeignet ist oder ob besser ein Arzt aufgesucht werden soll. Ältere Patienten leiden oft unter mehreren Erkrankungen oder Beschwerden. In der Folge werden regelmässig verschiedene Arzneimittel gleichzeitig eingenommen. Bei einer sogenannten Polymedikation steigt das Risiko für unerwünschte Nebenwirkungen. Daher ist der Arzneimittelkauf in einer Apotheke unbedingt vorzuziehen, da die persönliche Kundenbetreuung viel mehr Sicherheit bietet, als der Kauf über eine Versandapotheke.

Polymedikations-Check und Wochendosett

Der Polymedikations-Check ist eine pharmazeutische Dienstleistung der Schweizer Apotheken, um die Gefahren der Doppelmedikation, Wechselwirkungen und falschen Dosierungen zu erkennen. In diskreter Umgebung wird im Dialog geklärt, ob der Patient die Medikamente richtig anwendet und den Nutzen der Therapie versteht. Auch selbstgekaufte Arzneimittel, sowie die Verträglichkeit und Arzneimittel-Wechselwirkungen fliessen in die Beratung mit ein. Der Check wird von den Krankenkassen bezahlt, falls der Patient vier oder mehr vom Arzt verschriebene und von der Grundversicherung bezahlte Medikamente während mind. 3 Monaten einnimmt.

Zu empfehlen ist auch ein Wochen-Dosett unserer Apotheke, um die Einnahme Ihrer Medikamente zu vereinfachen. Die Kosten für diesen Service werden von der Grundversicherung übernommen.

Priscus-Liste, eine Beratungshilfe

Die Priscus-Liste ist eine neue Beratungshilfe, die auch in der Selbstmedikation eingesetzt werden kann. Diese stuft auch einige nicht-rezeptpflichtige Arzneistoffe als für Ältere potentiell ungeeignet ein. Diese Liste kann in der Apotheke eingesehen und eine entsprechende Alternative vorgeschlagen werden.

Diabetes früh erkennen

Unter Diabetes mellitus oder Zuckerkrankheit versteht man eine chronische Störung des Blutzuckerstoffwechsels. Dabei ist die Aufnahme von Zucker (Glucose) aus dem Blut in den Körperzellen eingeschränkt, wodurch es zu einer Erhöhung des Blutzuckerspiegels kommt. Die Zahl der Diabetiker steigt weltweit stark an. 95% von ihnen leiden an Diabetes Typ 2, während nur 5% von Diabetes Typ 1, dem primären Diabetes, betroffen sind. 
Unter primärem Diabetes versteht man den Diabetes-Typ-1, welcher sich in chronisch erhöhtem Blutzucker äussert und meist im Kindes- oder Jugendalter auftritt. Er äussert sich durch grossen Durst, verbunden mit häufigen Toilettengängen, Sehstörungen, Trockenheit von Haut und Zunge, Wachstumsstörungen und Bettnässen bei Kindern, Gewichtsverlust, Müdigkeit.
Das fehlende körpereigene Insulin muss beim Diabetes-Typ-1 durch Insulininjektionen ersetzt werden. Damit können kardiovaskuläre Erkrankungen und Langzeitschäden wie Nerven-, Nieren-und Augenschäden weitgehend verhindert werden. Die Veranlagung zum Diabetes-Typ-1 ist erblich bedingt. Nach intensiver Schulung und unter regelmässigen Selbstkontrollen kann ein weitgehend normales Leben geführt werden.

Diabetes-Typ-2 – der sekundäre Diabetes
Unter sekundärem oder Diabetes-Typ-2 wird eine verminderte Insulinempfindlichkeit zusammen mit einer eingeschränkten Insulinproduktion verstanden. Ein Diabetes-Typ-2 ist im Wesentlichen eine Zivilisationskrankheit mit einer erblichen Komponente, deren Entstehung von einer sesshaften und ungesunden Lebensweise begünstigt wird. Vorbeugung und Behandlung erfolgen durch Änderung des Lebensstils. Dazu kommen Antidiabetika in Tablettenform oder als Injektion zum Einsatz. Im Gegensatz zu früher erkranken zunehmend jüngere Personen an diesem Diabetes. Er verläuft lange Zeit beschwerdefrei und wird meist zufällig entdeckt aufgrund einer akuten Stoffwechselstörung.

Bewusste Ernährung und regelmässige Bewegung helfen
Eine erfolgreiche Diabetes-Therapie basiert auf einer umfassenden Schulung durch Spezialisten, die hilft, das Leben trotz Diabetes aktiv, eigenverantwortlich und diszipliniert zu gestalten. Wichtige Pfeiler sind dabei auch Ernährung und Bewegung.

Früherkennung von Diabetes in unserer Apotheke durch Blutglukose-Messung
Screening-Kampagnen haben in den letzten Jahren gezeigt, dass die öffentliche Apotheke ein wichtiger Partner bei der Früherkennung von Diabetes sein kann. Die Blutglukose-Messung ist inzwischen eine wichtige Dienstleistung der Apotheken sowohl bei Screening-Aktivitäten als auch bei der Betreuung und Therapiebegleitung von Diabetes-Patienten. Die Diagnosestellung bleibt dem Arzt vorbehalten.

Nüchternblutzucker kann jederzeit gegen Voranmeldung in unserer Apotheke gemessen werden – bei Diabetes-Verdacht sprechen Sie uns einfach an.

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Pille & Zeitverschiebung

Pille im Handgepäck mitnehmen. Bei den meisten Pillen (Komipräparate) gilt:

Reise nach Osten = Pille wie gewohnt zur selben Zeit zuhause einnehmen.

Reise nach Westen = bei einer Zeitverschiebung von mehr als 7 Stunden ist eine zusätzliche Pille aus einer Reservepackung ca. 12 Stunden nach der letzten Pille einzunehmen, die nächste reguläre Pille zur gewohnten Tageszeit am neuen Ort einnehmen.

ACHTUNG: Die Pille schützt nicht vor sexuell übertragbaren Krankheiten, immer Präservative mitnehmen!